Die Mundorgel Sheng


Klang des Himmelschimmers

Wir von „Jäger & Brommer“ beschäftigen uns mehr und mehr auch mit traditionellen Musikinstrumenten anderer Kulturkreisen.
Ein spannendes Thema: die Zungenblattinstrumente. Diese haben es uns angetan. So freuen wir uns Ihnen neben den klassischen Pfeifenorgeln nun auch die berühmte SHENG – Mundorgel anbieten zu können.

Sheng:

Die SHENG ist die klassische chinesische Mundorgel und in Ostasien und Südostasien als heimisches Blasinstrument bekannt. Sie bestehet aus 1 bis 36 Bambus- oder Holzrohren verschiedener Länge, die in einem Windbehälter (meist aus Kürbis oder Holz) sitzen, durch dessen Mundstück der Spieler Luft ausstößt beziehungsweise einsaugt. Es erklingen nur die Rohre, deren seitlich zugängliche Löcher der Spieler mit den Fingern abdeckt.

Sie hat eine lange Tradition im Fernen Osten und ist in China bereits seit 3000 Jahren belegt. Mundorgeln besitzen frei schwingende Zungen in jeder Pfeife. Die Sheng ist gekennzeichnet durch eine schüsselartige Windkammer aus Holz oder Metall und in der Regel 17 Pfeifen, die aus der Windkammer nach oben herausragen. Der Spieler bläst in die Pfeifen und bringt diese durch Abdecken der Grifflöcher zum Klingen.  Nach historischen Bildquellen gehörte die Sheng neben anderen bereits zu den archaischen Instrumenten Chinas. Das Durchschlagzungenspiel, in Japan als Sho übernommen, ist bis in die Moderne wichtiger Teil chinesischer Orchesterensemble. Seit neuestem hört man es auch als Soloinstrument mit bis zu 36 Pfeifen, die ein- und mehrstimmig geblasen werden können.

Chinesische Musik

Viele Funde von Musikinstrumenten sowie bildlichen / schriftlichen Überlieferungen weisen China als Land mit jahrtausend alten musikalischen Traditionen und einer sehr vielfältigen Musikpraxis aus. Bereits in der Zhou-Dynastie (ca. 1050–249 v. Chr.) wurden in dem ›Buch der Sitte‹ (Liji)  40 Musikinstrumente genannt, deren Systematisierung nach Herstellungsmaterialien (Metall, Stein, Ton, Leder, Seide, Holz, Kürbis, Bambus) eine der frühen musikwissenschaftlichen Leistungen darstellt. Spätestens im 7. Jahrhundert v. Chr. müssen 5- und 7-tönige Tonleitern in Gebrauch und im 3. Jahrhundert v. Chr. die Zwölftonskala bekannt gewesen sein.

Eine Notenschrift wird bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. erwähnt; das älteste notierte Schriftstück stammt aus der Tang-Zeit (618–907).  Für das Instrumentarium besonders charakteristisch sind u. a. Schlagplatten aus Stein, Trommel, Glocken, Klangbecken, Pan- und Querflöte, Mundorgel, Zither, Röhrengeige sowie Wölbbrettzither. In der Tang-Dynastie hatten sich für die höfische Zeremonialmusik die so genannten 10 Orchester (u. a. aus Mittelasien und Korea) herausgebildet. Poesie und Musik erlebten jetzt eine auf die ganze ostasiatische Kunst ausstrahlende Blüte. In der Yuan-Zeit (1271/79–1368) entstanden ein nord- und ein südchinesischer Theaterstil, später entwickelten sich, besonders in Handelszentren, lokale Opern und Singspielstile. Eine besondere Ausprägung erlangte die Oper während der Qing-Dynastie (1644–1911/12) in der klassischen Pekingoper.


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